Satellitentelefon günstig mieten, kaufen, betreiben
zuletzt bearbeitet 16. 09. 2002

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links: NERA "INMARSAT mini-m" am Strand des Atlantik in der Elfenbeinküste 1998.
mitte: NERA "INMARSAT mini-m" im "Enneri Tao" NW- Tschad 1997.
rechts: NERA "INMARSAT M" in der Zentralafrikanischen Republik 1994.
Sehr interessanter Link mit Überblick über die Satellitenkommunikation:
Henning Gajek's Mobilfunk-FAQs - SATMOBIL
A) THURAYA
neues Satellitenkommunikationssystem

THURAYA ist ein ganz neues Satelliten -Telefonsystem, das 99 Länder in Europa, Asien und Afrika abdeckt. Wer sich in diesem Abdeckungsbereich befindet kann seit Juni 2000 mit einen THURAYA  - Handy in beliebige Länder zu beliebigen Telefonen telefonieren und aus beliebigen Ländern aus dem Festnetz oder mit GSM - Handys erreicht werden. Mit dem ca. 250g leichten  THURAYA - Handy kann man sowohl im GSM - Netz telefonieren und wenn das nicht vorhanden ist über Satellit. Das Handy selbst kostet ca. 1.200 €, die Verbindungsgebühr (Airtime) zwischen 1 € und 2,00 € pro Minute. Vom THURAYA ins Festnetz nach Deutschland ca. 1,4 € pro Minute.
Die günstigsten Verbindungsgebühren mit ca. 1 € kommen bei der Verbindung von THURAYA zu THURAYA Telefon zur Anrechnung. Ein THURAYA - Telefon ist für den ungeübten Betrachter kaum von einem etwas größeren GSM - Handy zu unterscheiden, fällt also auch in Ländern nicht auf, in welchen GSM inzwischen üblich, Satellitentelefon aber unbekannt ist. Es ist kleiner und mit weit kleinerer Antenne als IRIDIUM oder Globalstar- Telefone.
Im GSM - Betrieb, also im Betrieb mit dem uns bekannten zellularen D1-Netz funktioniert das THURAYA - Handy auch im Auto und im Haus, wo eben das herkömmliche Handy auch funktioniert. Ist das GSM - Netz nicht vorhanden oder zu schwach, so kann man im Freien mit dem THURAYA - Handy über den geostationären THURAYA - Satelliten telefonieren.
In den nächsten Monaten sollen zusätzlich halb-mobile THURAYA - Telefone angeboten werden. Das heißt  ein THURAYA -Handy als schnurloser Hausapparat mit Außenantenne am Haus. 
Es werden sowohl "PREPAID" als auch "POSTPAID" - Zahlungsmöglichkeiten angeboten. 
Prepaid heißt SIM - Karte, die über einen Zahlencode mit Gebühreneinheiten vorgeladen wird und für die keine monatliche Grundgebühr fällig ist aber die Verbindungsgebühr höher ist.
Postpaid heißt SIM - Karte zur Bezahlung monatlich gegen Rechnungsstellung, mit monatlicher Grundgebühr, aber niedrigeren Verbindungsgebühren.
Bei Anmeldung des Telefons ist eine Anmeldegebühr von ca. 40 € zu entrichten, die monatliche Grundgebühr beläuft sich auf ca. 20 €.
Gesprächskosten werden grundsätzlich durch den Anrufer bezahlt, nicht wie bei GSM innerhalb Deutschlands durch den Anrufer und die Auslandsgebühren durch den Benutzer des angerufenen Handys.
Minutenpreis aus dem deutschen Festnetz zum THURAYA bei Vorwahl der Netzkennzahl 01090.... des Netzbetreibers "BT ingite" ca. 1,75 € / Minute.
Vorteile: sehr klein, günstige Verbindungsgebühren, hohe Datenrate, erträgliche Anschaffungskosten, viele Funktionen inkl. SMS
Nachteile: keine Weltweite Flächendeckung, aber doch erfreuliche 99 Länder.
Vermietung: www.SATFON.de 

Wegen Umstieg auf THURAYA verkaufe ich mein INMARSAT mini-m von NERA (World Phone Office).

B) INMARSAT funktioniert seit vielen Jahren
INMARSAT ist ein seit Jahren problemlos funktionierendes Satellitensystem zur Sprach-, Daten-, E-mail-  und Faxübertragung. Ich habe es auf einer ganzen Reihe meiner Expeditionen benutzt und es hat problemlos funktioniert.
Die INMARSAT- Satelliten sind geostationär, stehen also ca. 36.000 km über dem Äquator. Die Satellitenantennen der INMARSAT- Telefone sind relativ klein und leicht, aber nicht als Handy zu bezeichnen. Sie werden auf einen der geostationären Satelliten ausgerichtet. Wegen der hohen Entfernung zu den Satelliten kommt es bei der Sprachübertragung zu einer merklichen aber beherrschbaren Verzögerung. Die Satellitenantennen der Telefone sind vom Gerät absetzbar, z.B. auf einen Balkon, vor eine Türe, was bedeutet, dass man nicht nur im Freien, sondern auch hinter verschlossenen Türen telefonieren kann. Die Erdoberfläche wird, bis auf einige Seegebiete auf der Südhalbkugel und auf die Polkappen, vollständig abgedeckt.
Vorteile: Seit Jahren problemlos funktionierendes System, technisch ausgereift und finanziell stabiler Betreiber, hohe Übertragungssicherheit dank 4 geostationärer Satelliten.
Nachteile: Großes Gerät, teuer in Anschaffung und Verbindungsgebühr.
Das größte Problem im Zusammenhang mit der preiswerten Verwendung eines Satellitentelefons ist dessen Anmeldung bei INMARSAT und die richtige Auswahl der Verbindungsgebühr, neudeutsch AIRTIME genannt. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten, die je nach Anwender und Anwendungsfall jeweils günstig oder ungünstig sein können. Es kommt darauf an, ob der "mobile" Nutzer vorwiegend selbst wählen will "mobil nach fest", ob er vorwiegend angerufen wird "fest nach mobil", ob er vorsteuerabzugesberechtigt ist, ob er viel oder wenig telefoniert, ob er sich im Inland aufhält oder unterwegs ist, ob er ein Gerät kauft oder mietet, ob er im Inland anmelden möchte oder im Ausland. Hier mein Versuch das darzustellen, was ich bisher in konzentrierter Form nirgends finden konnte, weil alle Anbieter natürlich ihre eigenen Interessen vertreten und keine Vergleiche anstellen dürfen. Mein Schwerpunkt liegt dabei darauf dem Expeditionsreisenden, der das Telefon mehr für den Notfall mitnimmt Wege aufzuzeigen wie er günstig telefonieren kann.
Wer in Call by Call Netzkennzeichen "01078" vorwählt telefoniert von "fest nach mobil" für DM 6,20 inkl. MwSt. ab Deutschland zu einem beliebigen INMARSAT "mini M" Satellitentelefon. Dazu ist keine Registrierung oder Anmeldung erforderlich, die Abrechnung erfolgt sekundengenau und über die Rechnung der Deutschen Telekom. Es wird also z.B. gewählt: "01078-00870-76.......". Anbieter des Netzkennzeichens ist Firma "3U".
Seit März 2000 gibt es von der DeTeSat Deutsche Telekom eine PrePaid- Card, mit der man sein INMARSAT- Telefon ohne Bezahlung einer monatlichen Grundgebühr betreiben kann. Die Karten sind mit 100 Units für DM 120.- plus MwSt. = DM 139,20 oder 200 UNITS für DM 278,40 zu haben.
Für eine Gesprächsminute in der "Peak" - Zeit 05h31 bis 19h30 UTC (UTC = Weltzeit = GMT) werden 6 Units verbraucht, für eine Minute außerhalb dieser Zeit 5. Units. Die Gesprächsminute kostet als DM 6,96 bzw. 8,35 DM.
Das Telefon muss über die Landerdfunkstelle (LES) Raisting bei INMASAT angemeldet sein. Es ist mit der Karte nur Sprach-, kein Fax- oder Datenverkehr möglich. Es ist keine Verbindung von "mobil nach mobil", also von einem zum anderen INMARSAT Satellitentelefon möglich. Als Bodenstation muss LES Raisting verwendet werden, also nicht eine der entsprechenden Stationen in England, USA, Frankreich etc.
Was kann ich tun, wenn meine SIM- Karte zerstört bzw. verloren ist?
Von jedem mini-m Satellitentelefon kann kostenlos mit der Kurzwahl 33 die Technische Beratung und mit der Kurzwahl 68 der Kunden-Service angerufen werden. Bei richtiger Anmeldung des Telefons bei INMARSAT kann es jederzeit, auch ohne SIM- Karte angerufen werden (fest nach mobil). Bauen Sie das Telefon auf und hoffen auf den Anruf besorgter Freunde, Gatten, Familienmitglieder, Kollegen, Steuerfahnder, Kripobeamter. Und wenn sich keiner meldet? .... viel Glück!
INMARSAT- Bodenstationen "LES = Land Earth Stations" mit deren Tarifangeboten:
Deutschland: DeTeSat, Raisting Frankreich: France Telecom, Pleumeur Bodou
GB: Britisch Telecom, Goonhilly / Netley Norwegen: Telenor, Eik/Netley
Niederlande: STATION12, Burum  
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C) IRIDIUM ist wieder im Kommen 

System aus 66 Satelliten, das im Jahr 2000 spektakulär in Konkurs ging und derzeit wiederbelebt wird. Flächendeckende Abdeckung der Erde, Handgeräte erträglicher Größe. IRIDIUM hat mit extrem übertriebenen Ankündigungen seines Systems Ende der 90er - Jahre und der spektakulären Pleite sehr viel Vertrauen nicht nur für das eigene, sondern für alle Satellitenkommunikationssysteme verspielt.
Vorteile: Flächendeckende Abdeckung, erträglich große Handgeräte.
Nachteile: Unübersichtliche Situation was den Kauf der Geräte betrifft deren Anmeldung und die Abrechung der Verbindungsgebühren.
 Links: Gerald Vieth zum Thema, Link 2 zum Thema                      

D) Globalstar ist dabei sich zu verabschieden

Globalstar deckt viele Länder der Erde ab, aber bei Weitem nicht alle, das System ist funktionstüchtig, der Betreiber befindet sich im Konkursverfahren.
Vorteile: Handgeräte akzeptabler Größe, Verbindungsgebühren erträglich
Nachteile: Sehr unsichere  Finanzsituation

E) GSM - Telefonieren in immer mehr Ländern der Erde
  1. In immer mehr Ländern der Erde trifft man auf GSM - Netze, aus denen man in alle anderen Netze telefonieren kann. Natürlich kann man sein Handy mit heimischer SIM - Karte mitnehmen, muss dabei aber vier  wesentliche Nachteile befürchten:
    1. Man bezahlt sehr hohe Verbindungsgebühren bei Gesprächen im Ausland innerhalb des Landes.
    2. Man bezahlt sehr viel für Gespräche nach Deutschland.
    3. Man bezahlt auch für aus Deutschland eingehende Gespräche
    4. Die deutsche SIM-Karte erlaubt evt. keinen Netzzugang zum GSM - Netz des besuchten Landes.

  2. Es lohnt sich also sich nach Alternativen umzusehen. 

  3. Alternative a: Prepaid - SIM - Karte eines europäischen Anbieters mit vielen Roaming - Abkommen, damit man in vielen Ländern telefonieren kann, aber für eingehende Gespräche nicht bezahlt.

  4. Alternative b: Prepaid - SIM - Karte eines Netzbetreibers im besuchten Land mit dem Vorteil im fremden Inland billig zu telefonieren, für eingehende Gespräche aus Deutschland nichts zu bezahlen und billig nach Deutschland telefonieren zu können.

Solche SIM - Karten kann man passend für dass Urlaubsland schon in Deutschland kaufen oder, wenn man wegen kurzen Aufenthalts auch noch Anmeldegebühren sparen möchte, mieten: www.prepaidkarten.de 

  
 © 2000 Klaus Därr zurück zur Startseite  

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