ACHTUNG: In der Übergangsphase von DEM
auf EURO, also ab sofort bis Jahresanfang 2002, ist mit steigenden
Problemen dabei zu rechnen in Nicht-EU-Ländern die bisherigen nationalen
Währungen in Geld der Reiseländer zu wechseln. Es ist also bei Reisen
bis 31.12.2001 ratsam die Reisekasse in US$ mitzuführen. Vorzugesweise in
100 US$ - Scheinen in gutem Zustand ab Herausgabe 1990. Ab Jahresanfang 2002 in einem Mix aus EURO und US$.
Aus Fairness gegenüber der Bevölkerung in Afrika rate ich dazu
Afrikanern, die ab dem 1.1.2002 DEM zum Wechseln in Landeswährung, US$
oder EURO anbieten zu helfen, diese Kleinbeträge anzukaufen und
nachträglich in Deutschland bei der Bank gegen EURO zu wechseln. Die
Leute sind arm und haben keine andere Chance als so zu wechseln. |
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Eine der
wichtigsten Fragen vor jeder Reise ist, in welcher Form die Kriegskasse
mitgeführt wird, wie sie geschützt und nötigenfalls wieder aufgefüllt
wird.
Zunächst muss klar sein, dass Kreditkarten und EUROSCHECKS als
Zahlungsmittel für die Reise selbst ungeeignet sind. Allenfalls auf der
An- und Abreise, sowie in Hauptstädten kann in teueren Hotels und
Restaurants mit Kreditkarte bezahlt werden. Der EUROSCHECK
verliert selbst in Europa rasant an Bedeutung und kann beruhigt
entfallen. Traveller - Schecks namhafter Banken wie AMERICAN EXPRESS oder
THOMAS COOK können in einer oder zwei Banken der jeweiligen Hauptstadt zu
Cash gemacht werden, dazu muss man aber zufällig an einem Wochentag zu
Schalterstunden in der Hauptstadt sein und starke Nerven für lange
Wartezeiten und hohe Gebühren haben. Meiner Ansicht nach sind
Kreditkarten und Traveller- Schecks geeignet um im Notfall einen
Hotelaufenthalt in der Hauptstadt und einen Rückflug zu bezahlen, nicht
aber um die laufenden Kosten einer Reise zu bestreiten.
Für die laufenden Ausgaben ist Bargeld gefordert, in Afrika insbesondere
US$ und Französische Francs. "Deutschmarks"
sind immer schwerer zu wechseln, weil sie erstens in manchen Ländern an
der nationalen Devisenbörse nicht mehr notiert werden und zusätzlich
bald der Vergangenheit angehörten werden.
Ich plädiere für einen Mix aus je einem Drittel US$, FRF und DEM in
Scheinen zu 100US$, 100FRF, 500FRF, 100DEM und 500DEM.
Die US$ müssen aus gut erhaltenen Scheinen nicht älter als Baujahr 1991
bestehen, denn von älteren Scheinen sind gerade im zentralen Afrika viele
Fälschungen unterwegs (100$- Scheine mit Aufdruck 1989). Außerdem werden
die Scheine lange in Afrika unterwegs sein, bevor sie von Einheimischen
wieder von einer Bank gegen weniger verschlissene Scheine eingewechselt
werden können.
Wechseln wir nun unser sauer verdientes Geld in nationale Währung, so
gilt es wieder darauf zu achten, dass wir keine zu verschlissenen Scheine
bekommen, sonst bleiben wir im Hinterland darauf sitzen. Problem sind aber
nicht nur die Scheine, sondern auch die Münzen, denn für all die
Besorgungen und kleinen Dienstleistungen ist Kleingeld gefordert. Bei der
wechselnden Bank werden aber nur Scheine rausgerückt. Ein kleine Regel
hilft diese Probleme zu bewältigen: Große Scheine wechselt man an der
Tankstelle in mittlere und kleine Scheine, kleine Scheine wechselt man in
der Bäckerei gegen Münzen.
Geld wechseln kann man sich freilich ersparen, wenn es bereits vorher
abhanden gekommen ist. Dabei ist weit weniger der Raub zu befürchten, als
der schnelle Diebstahl bei unachtsamen Traveller.
Es gilt Geldbestände wie Dokumente auf mehrere Personen und mehrere
Depots zu verteilen. Das kann geschehen, indem Geldreserven, derzeit nicht
benötigte Fremdwährungen und nicht kurzfristig benötigte Dokumente in
einer verschraubten Geldkassette im Fahrzeug verstaut werden. Diese
Kassetten kosten ca. 40€ und sind in Schlüsselgeschäften sowie bei
Expeditionsausrüstern zu haben. Jederzeit bereitzuhaltende Dokumente und
ein mittlerer Geldbetrag können im Brustbeutel, eine andere Geldreserve
in größeren Scheinen mitsamt einem Satz Kopien der Dokumente im Geldgürtel
untergebracht werden. Das Kleingeld kann auf Hosen- und Hemdentaschen
verteilt werden. Merksatz: Geld und Dokumente müssen auf zumindest drei
Depots verteilt werden.
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